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Birgit Fehst hat 4,96 von 5 Sternen | 22 Bewertungen auf ProvenExpert.com
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Vorgetäuschter Orgasmus

Ein Thema, das ans Eingemachte geht und gleich mehrmals auf mich zu kam, wie von RTL Punkt 12 in einem Interview zur fachlichen Einschätzung. Anlass: eine Talkshow mit Ayda Fields, der Frau von Robby Williams, die live zugegeben hatte, öfter mal einen Orgasmus vorzutäuschen. Schließlich sei sie zweifache Mutter, auch mal müde und gestresst und deshalb einfach nicht in Stimmung. Was sie nicht wusste: Ihr Göttergatte wartete hinter der Bühne. Aber allzu geschockt schien er nicht zu sein, eher amüsiert. Selbst dem „sexiest man alive“ passiert das. Er schloss sie in die Arme mit den Worten: „Ich liebe Dich trotzdem“. Sehr süß. Aber nimmt jeder Herr der Schöpfung es so locker? Sagen wir mal so: die wenigsten denken, dass Ihre Partnerinnen das überhaupt machen und meinen, sie könnten genau erkennen, wann die Dame einen Orgasmus hat. Liebe Herren: das ist maskulines Wunschdenken, maßlose Selbstüberschätzung und schlicht und ergreifend falsch. Angenommene „eindeutige“ Zeichen können problemlos demonstrativ vorgeführt werden und liefern noch lange keinen Beweis.

Aber nun mal zu den Tatsachen: vorgetäuscht heißt nicht gehabt und damit ein eindeutiger Nachteil für die, die vortäuscht. Warum tut frau das also? Nun, es gibt mehrere Gründe.

Grund Nummer 1: Sie möchte den Leistungsdruck von ihrem Partner nehmen, der meint, nur der Höhepunkt macht Sex überhaupt erst schön. Das stimmt zwar nicht, aber die meisten Männer sehen es nun einmal so.

Grund Nummer 2: Sie hat keine Lust und will es schneller hinter sich bringen. Sonst macht er so lange weiter, bis er meint, er hat Erfolg. Und das kann dauern.

Grund Nummer 3: „Fake it till you make it“, also „tu so als ob und Du wirst irgendwann Erfolg haben“. Sehr schlau. Man hört sich ja selber und indem man so tut als ob, bringt man sich selbst in Stimmung. Ja, kann durchaus funktionieren, denn auch wer simuliert wird stimuliert.

Grund Nummer 4: er weiß einfach nicht, wie man eine Frau zum Höhepunkt bringt und sie glaubt, ihm damit einen Gefallen zu tun. Dieser Grund ist, gelinge gesagt, auf gar keinen Fall ein guter. Denn wenn Sie damit erst einmal angefangen haben, kommen Sie nie wieder davon weg. Denn ihm das erst zu sagen, nachdem er es schon zigmal falsch gemacht hat, ist für alle Beteiligten einfach nur peinlich.

Also, darf man nun oder nicht: na klar darf man. Aber man sollte es nicht zur Gewohnheit machen. Denn nichts ist so gut wie das ORIGINAL.

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