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Beziehungen

Das Leben besteht aus Beziehungen, der Rest ist nur Details…

… sagt Gary Smalley. Stimmt. Deshalb bin ich Beziehungstrainerin. Der gängige Titel ist Paartherapeutin, aber damit wird der Ansatz auf die Sprachebene von Krankheiten übertragen. Beziehungen sind -in der Regel- aber keine Krankheit. Ich benutze den Ausdruck trotzdem, weil Sie mich wahrscheinlich damit gefunden haben.

Beziehungskrisen sind völlig normal

Denn im Gegensatz zum Tier kann ein Mensch dem Anderen selbst komplizierte Sachverhalte mitteilen. Dieser Segen der Evolution, das Gen für Sprach- und Denkfähigkeit ist aber zugleich ein Handicap, denn es gibt kein Naturgesetz, das uns in einer Partnerschaft immer die richtigen Worte in den Mund legt. Und schon uns führen Missverständnisse in eine Richtung, in die wir nie gehen wollten. Kommunikation lernt man eben nicht in der Schule, und der Duden hilft einen da auch nicht weiter. Ebensowenig kam bisher ein schlauer Autor im Internet darauf, ein Pauschal-Rezept für alle Paarprobleme zu veröffentlichen. Wäre praktisch.

Entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse und den Gesetzen der Mathematik behaupten Paare auf dem Höhepunkt der Verliebtheit, dass sie beide jetzt eins seien. Ein gutes Sex-Leben bestärkt diesen Gedanken. Dummerweise müssen sie beide früher oder später erkennen, dass jeder Mensch doch einzigartig ist. Was geschieht also, wenn er mit einem anderen Einzigartigen das Leben gemeinsam meistern will? Zwei Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Erwartungen, Wünschen und vor allem mit verschiedenen Kommunikationsformen dürfen mit ansehen, wie der Alltagsstress die einstige Traumbeziehung entzaubern kann. Wenn man nicht aufpasst. Die meisten Leute passen nicht auf.

Was sind die Ursachen für Paarprobleme?

Ursachen sind meist festgefahrene Verhaltensstile, Denkmuster, überzogene Erwartungen und Spätfolgen der eigenen Erziehung, wie Eifersucht oder Nähe/Distanz-Probleme. Oder schlimmer noch: Folgen der letzten Beziehung. Das ist unabhängig von Alter, der sexuellen Orientierung oder kulturellen Prägung. Was im Single-Dasein oder vormals vielleicht gut funktioniert hat, kann den neuen Partner zermürben. Da ergibt dann ein Wort das andere und unversehens haben sich wieder beidseitig Verhaltensmuster entwickelt, die an einen Teufelskreis erinnern. Und wenn eine Verletzung erst einmal stattgefunden hat, kann die daraus entstandene Enttäuschung den Nährboden für eben diesen Teufelskreis sein. Das findet aber oft im Dunkeln statt, also ohne dass man sich dessen bewusst ist. Es ist ein blinder Fleck. Sie können Ihre blinden Flecke aber nicht sehen (sonst wäre es ja keine). Eben deshalb kann ein „Außenstehender“ die Mechanismen besser erkennen, kommentieren und aufbrechen. Eine zweite Chance nützt eben nur etwas, wenn man begreift, warum es beim ersten mal nicht so gut funktioniert hat. Eine Beziehung ist Arbeit und zwar ständige. Und wenn man weiss, wie es geht, hat man die Chance auf Dauerhaftigkeit drastisch erhöht.

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2016, Copyright Birgit Fehst